Im Interview: Dirk Naumann, aktuell verletzter Torwart unserer Verbandsligamannschaft

Was macht eigentlich Dirk Naumann? Verletzungsbedingt ist es in den letzten Monaten sehr ruhig um die im Sommer aus Beiertheim gekommene Nummer 1 aus der Vorrunde geworden. Wolfgang Schmitt hat Dirk nun zu seiner aktuellen Situation befragt...

1. Hallo Dirk, man hat lange nichts von dir gehört. In der Vorrunde warst du Stammkeeper, dann hast du dich verletzt. Was ist passiert?

Hallo Wolfgang, das ist richtig. Ich habe mir leider in der Winterpause beim Kicken mit ein paar Freunden ohne Fremdeinwirkung die rechte Achillessehne gerissen. Wenn man sich vorstellen möchte, wie so etwas abläuft, kann man sich einfach die Szene anschauen, in der sich Koscielny im Europa League Halbfinale gegen Atlético Madrid verletzt hat. So ähnlich war es bei mir auch. Beim Loslaufen reißt die Sehne ohne ersichtlichen Grund.

2. Was macht der Genesungsprozess, wann kannst du wieder ins Training einsteigen?

Die Genesung verläuft im Großen und Ganzen recht gut. Man darf aber keine großen Sprünge erwarten, da die Heilung der Achillessehne ein sehr langwieriger Prozess ist.

Es ist auch nicht möglich, den genauen Zeitpunkt der Rückkehr ins Training festzulegen, da man den Fortschritt immer nur von Woche zu Woche beurteilen kann. Je nachdem wie die Sehne auf die steigende Belastung reagiert. Ich denke aber, dass man eine Rückkehr in dieser Saison ausschließen kann. Mein großes Ziel ist es, zu Beginn der Sommervorbereitung wieder einsteigen zu können.

3. Du bist in der ersten Saison in Durlach-Aue. Wie fällt dein Fazit dieser Runde aus?

Für ein finales Fazit muss man sicherlich abwarten, wie die noch verbleibenden vier Spiele ausfallen. Aber bisher ganz ordentlich, denke ich. Wenn man bedenkt, wie viele junge und talentierte, aber auch recht unerfahrene Spieler zu Beginn der Saison gekommen sind, noch dazu sind einige Stammkräfte weggefallen, kann man den holprigen Start entschuldigen. Nach den ersten vier, fünf Spielen der Saison haben wir uns aber ganz gut gefangen und gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, mit der man rechnen muss. Highlights waren sicherlich unter anderem das 0:0 zu Hause gegen den VfR Mannheim und der Derby-Sieg. In den letzten 3 Spielen gab es ein paar unerfreuliche Ergebnisse. Leider kann ich zu den Ursachen nicht allzu viel sagen, da ich momentan aufgrund meiner Verletzung nicht ganz so nah an der Mannschaft dran bin. Möglich, dass die Tabellensituation, in der nur wenig nach oben und nach unten geht, ein paar Motivationsprobleme auslöst. Insgesamt kann man aber sagen, dass wir auf einem guten Weg sind. Man hat über die Saison hinweg gemerkt, dass sich die Mannschaft unter anderem in Sachen Taktik und Spielintelligenz weiterentwickelt hat. Wenn wir es schaffen, in der nächsten Saison darauf aufzubauen, wenn wir dann auch vom Verletzungspech verschont bleiben und das nötige Quäntchen Glück dazu kommt, ist mit diesem Team einiges möglich.

4. Du warst zuvor in Beiertheim und beim PSK, stammst aber eigentlich aus Sachsen. Wie hat es dich hierher verschlagen?

Das ist schnell erklärt. Ich habe bei der Bundespolizei studiert. Wie der Name schon sagt, sind die Dienststellen bundesweit verteilt. Nach meinem Abschluss gab es keine freien Stellen in meiner Heimat. Also hab ich mir unter den verfügbaren Stellen eine herausgesucht, bei der mir der Aufgabenbereich gefällt und die in einer Stadt liegt, in der ich es mir vorstellen kann, zu leben. So fiel die Wahl auf Karlsruhe, mit der ich sehr zufrieden bin. Durch den Fußball habe ich schnell Anschluss gefunden. Einzig die große Entfernung zur Familie und den Freunden aus der Heimat ist etwas suboptimal.

5. Fühlst du dich in Aue wohl und planst du, länger im Oberwald zu bleiben?

Kurz und knapp: Ja und ja! Ich fühle mich wohl und sehe, dass hier vor allem mit der jungen Mannschaft eine Entwicklung stattfindet, an der ich gerne mitwirken möchte.

Dirk, ich bedanke mich für deine Antworten und die Zeit, die du dir für dieses kleine Interview genommen hast. Wir wünschen dir weiter gute Genesung!

ws

 

 

 

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