Ehrenamt im Oberwald: Heute mit Patrick Schalk, Trainer der D4-Junioren

„1,7 Millionen Menschen engagieren sich als Ehrenamtliche oder Freiwillige für den Amateurfußball. Sie bilden die Basis der Fußballorganisation. Ihre Arbeit ist leidenschaftlich, kompetent und verantwortungsvoll.“ So lesen wir es auf der Homepage des DFB...

In einer neuen Serie wollen wir Euch hier im Jahr 2021 in unregelmäßigen Abständen Ehrenamtsträgerinnen und Ehrenamtsträger vorstellen, die bei der Spielvereinigung aktiv sind. Den Anfang macht heute D-Jugendtrainer Patrick Schalk.

Hallo Patrick, da deine beiden Lieblingsvereine KSC und Hertha BSC jeweils mit Siegen in das Jahr 2021 gestartet sind, war dein Jahresbeginn wohl erfreulich, oder?

Patrick Schalk: Hallo Wolfgang, zunächst wünsche ich dir ein frohes neues Jahr. Da hast du völlig recht – das war ein perfekter blau-weißer Start in das Jahr 2021. 

Du trainierst in Durlach-Aue(zusammen mit Leon Kies) die D4-Jugend. Wie viele Spieler aus welchen Jahrgängen kicken bei euch?

Patrick Schalk: Es gibt eine Stammmannschaft, die aus 12 - 14 Spielern der Jahrgänge 2009 und 2008 besteht. Dazu kommen von den C – Mädchen zwei Gastspielerinnen (2008 bzw. 2007er).

Hast du eine Trainerlizenz oder ist diese in Planung?

Patrick Schalk: Ich habe bisher noch keine Trainerlizenz erworben. Was die Planung angeht, muss ich schauen – das hängt von mehreren Faktoren ab.

Wie haltet ihr als Trainer während des Lockdown den Kontakt zu den Jungs und Mädels? Führt ihr z. B. Online-Trainings durch und gebt ihr den Spielerinnen und Spielern Übungen für zuhause mit? 

Patrick Schalk: Online-Trainings wurden bisher nicht durchgeführt – ist aber gar keine schlechte Idee. :-)

Die Spielvereinigung betreibt insgesamt eine recht ambitionierte Jugendarbeit, ist bei den Großfeldteams jeweils in der Verbandsliga vertreten. Wie passt eine D4 in diesen Rahmen?

Patrick Schalk: Das ist so einfach nicht zu beantworten. Die Ansprüche und die Erwartungshaltung sind bei der SpVgg recht hoch. Um erfolgsorientiert arbeiten zu können, braucht man auch die dazu passenden Bedingungen. Aus der Saison 2019/20 kamen in die jahrgangsübergreifende D2 und D3 zwei Teams aus der E-Jugend. Außerdem wechselte eine komplette Mannschaft vom PSK zu uns, die wir einfügen mussten. Durch diese wahnsinnig hohe Anzahl an Spielern waren wir quasi gezwungen, vier (!) D-Teams zu melden. Das war und ist ein Kraftakt für den Verein! Angefangen vom Platz bis hin zu der Planung des Trainings- und Spielbetriebs. Die Entscheidung, vier D-Mannschaften zu melden, hat sich der Verein nicht leicht gemacht. Zumal die D1 in der Kreisliga und die D2 und die D3 in der Aufstiegsstaffel spielen. Nun könnte man meinen, dass die D4 „nur“ Mitläufer sei. Das würde aber dem Engagement und der Motivation des Trainerteams und der Spieler nicht gerecht werden. Mit einer D4 können wir JEDEM Spieler die Möglichkeit geben, dass er regelmäßig bei Punktspielen zum Einsatz kommen kann, egal ob Aufstiegsstaffel oder nicht.

Du warst früher Übungsleiter in Wolfartsweier. Wann und warum hat es dich in den Oberwald verschlagen? 

Patrick Schalk: Letztlich bin ich durch meine Söhne zur SpVgg gekommen. Beide waren zunächst mit mir bei den Bambini des ASV Wolfartsweier. Als es aber für meine Jungs und auch für mich dort keine Perspektiven mehr gab, wechselte mein älterer Sohn zur F-Jugend und mein jüngerer zu den Bambini nach Durlach-Aue. Ich kam dann quasi ein halbes Jahr später hinterher. Das war im Jahr 2015.

Was gefällt dir gut in Durlach-Aue, was könnte verbessert werden? 

Patrick Schalk: Einer der Gründe, warum ich hierher gewechselt bin, war, dass der Verein eine gute und erfolgsorientierte Jugendarbeit leistet. Die Vereinsführung und das Trainerteam in der Jugend arbeiten gut zusammen und es macht Spaß, ein Teil davon zu sein. Es hat sich in den letzten Jahren einiges getan und positiv verändert. Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne und zu verbessern gibt immer etwas. Ich denke, am wichtigsten und vielleicht auch am dringendsten wäre die Verbesserung der Trainings – und Spielbedingungen, der Platzverhältnisse, der Trainingsmaterialien oder des Zustands der Umkleidekabinen. Hier gab es ja nun schon die ersten Schritte in die richtige Richtung. Bei allen hohen und ehrgeizigen Zielen und Ansprüchen an sich selbst ist es wichtig, bodenständig und realistisch zu bleiben um nicht abzuheben. Das Gleichgewicht zwischen eigenem Anspruch und dem, was man zu leisten im Stande ist, ist entscheidend und bestimmt nicht einfach.

Du arbeitest als Notfallsanitäter. Wie nah kommst du da mit dem Thema Corona in Berührung? 

Patrick Schalk: Ich komme in jedem Dienst mit Corona in nächster Nähe in Berührung. In der Notfallrettung bin ich mit meinen Kollegen und den Notärzten immer als erster bei Verdachtsfällen oder bestätigten COVID-Infektionen.

Wie lautet deine Prognose zu der wegen Corona unterbrochenen Fußballsaison 2020/21: Geht es irgendwann weiter? Oder werden wir erneut einen Abbruch erleben? 

Patrick Schalk: Ich denke, dass es im Amateur- und Jugendfußballbereich nicht möglich sein wird, einen gerechten Wettbewerb zu Ende spielen zu können. Auch wenn es vielleicht eine Lockerung des Trainingsbetriebes geben könnte, in Form von kleinen Gruppen, wie wir es im Frühjahr 2020 hatten, so kann ich mir nicht vorstellen, dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Patrick, ich bedanke mich bei dir für deine Zeit und die interessanten Antworten und hoffe für uns alle, dass wir bald wieder Fußball live sehen können. 

ws, 04.01.2021

 

 

 

Teamsponsor

Trainingszeiten

Mi 17:30-19:00 SpVgg Durlach-Aue
Fr 17:30-19.00 SpVgg Durlach-Aue